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Das Jahr 2018
Thunder & Cruizzen
Die WI-Band
The Love Beatles
Dr. Feelgood
The Bootleg Beatles
Stacie Collins
Nick Simper & Peter
Das Jahr 2017
Das Jahr 2016
Das Jahr 2015
Das Jahr 2014
Das Jahr 2013
Die Jahre bis 2012

Headline Rob And Friends

Rob's Diary And Musical Memories - Das Jahr 2018
Hello AMIGOS & BANDITOS

and welcome to a new Concert Year!



Die vierte Doppel-CD der Southern Rock Junkies ist veröffentlicht und deshalb war ausnahmsweise keine Aufnahmesession zu Beginn des neuen Jahres in Lohr am Main angesetzt.

In Regensburg war die Band „THUNDER“ angekündigt und als ich hörte, dass „CRUIZZEN“ die Show eröffnen sollte, war das erste Concert im neuen Jahr schon gebongt. Auf ging‘s am 24.1.2018 zur:


Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich Thunder nicht wirklich kannte und deshalb schon gespannt auf diese britische Truppe war. Als Mike und ich ankamen, lief gerade der Soundcheck von Thunder und die Stücke, die ich wahrnahm, waren eher moderater Natur als „Thunder-Rock“….


Wie schrieb Alois C.Braun in der Mittelbayerischen: „..Thunder hatten Anfang der 1990er-Jahre eine große Karriere vor sich. Doch es war wohl auch der gnadenlosen Grungewelle geschuldet, dass melodiöser Hardrock plötzlich als rückständig galt und es, entgegen aller Erwartungen, letztendlich nicht mit dem großen Durchbruch klappte. Die Band löste sich aus unterschiedlichen Gründen in der Folgezeit zwei Mal auf, ist aber seit 2011 wieder kontinuierlich aktiv. Thunder ist lange im Geschäft und weiß, wie man Dynamik in die Setlist bringt und das Publikum ohne allzu plumpe Anmache anheizt…“ – Na da wollte ich mich mal gerne überraschen lassen…“

Bald war der Check vorüber, Thunder zogen sich ins backstage zurück und nun war erstmal Aufbauarbeit für Cruizzen angesagt.


Ich freundete mich kurzerhand mit dem Merchandise-Man von Thunder an, überließ er mir doch einen Teilbereich seitlich an der Bühne für den Verkauf von CRUIZZEN T-Shirts und CDs.


Überhaupt war es eine ganz freundliche und entspannte Atmosphäre hier in Obertraubling und besonders der versierte Koch im Catering-Bereich zauberte nach getaner Aufbauarbeit leckere Speisen aus Wok und Grill – Thunder & Cruizzen waren super gut drauf - wie auch dieses Foto aus dem Backstage zeigt:


Nun war aber Showtime für CRUIZZEN angesagt:


CRUIZZEN legte gleich mit Volldampf los – waren doch nur knappe 45 Minuten Zeit um das Regensburger Publikum zu überzeugen…


Voller Elan und mit mächtig Power lieferten Cruizzen ein überzeugendes Set ab, ergänzt mit dem brandneuen Song "Da Hell".


Mein favourite Song war diesmal wieder „Heaven Can Wait“ – einfach eine super Nummer! Die Setlist war an Power nicht mehr zu überbieten…


…und dies kam sichtlich an …


– wie auch die beiden nachfolgenden Fotos zeigen:



Die Leute hatten viel Freude an dem „Opener“ und so war die Bühne perfekt „angerichtet“ für den Hauptact des Abends:

THUNDER!


Sie starteten mit „Wonder Days” und “The Thing I Want” -


spätestens bei dem Stück „Another Life“ hörte ich eigentlich „Black Velvet“ (von Alannah Myles) – war dieser „Thunder-Song“ doch schon sehr vom Basslauf an das 80ties Stück „angelehnt“. Der Stimmung aber tat dies keinen Abbruch – ganz im Gegenteil – die Leute feierten THUNDER!


Mir gefiel ganz besonders der Sänger, Danny Bowens – Leute - hat der eine „Röhre“! Gerade beim Hammer-Song „Resurrection Day“ steigerte sich Danny enorm rein und überzeugte auf ganzer Linie.


Die Bluesnummer „Don’t Wait For Me“ und die Ballade „Love Walked In“ folgten – sehr abwechslungsreich diese Setlist und hier hörte ich wieder Anleihen an den guten alten Rock durchkommen, wobei die Akustikgitarre hier natürlich genial passte.



Natürlich durfte der „Hit“ der Band – „Dirty Love“ nicht fehlen - Dieser Song beschloss auch einen umjubelten Auftritt der „Rip it up“–Tour in Regensburg, von einer britischen Band, welche ich nun auch endlich einmal live kennen lernen und schätzen durfte.


*



DIE WI-BAND

Schon war der Januar 2018 vorbei und eine überraschende Einladung zu einer privaten Show der WI-Band erreichte mich von Rainer Pech, ja genau der Pedal Steel Gitarrist und Chef der Flying Boots, allerdings hier mit seiner „geschäftlichen“ Band – der


„..Die WIBAND – the WITRON Band Project – das sind zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der WITRON Gruppe aus Parkstein, die es nach Feierabend und auf Firmenfeiern so richtig krachen lassen. Sie haben sich vor sechs Jahren zusammengefunden Die WIBAND sammelt bei ihren Auftritten Spenden für die Hilfsorganisation „WITRON hilft“ – dafür aber spielt sie ohne Gage. Die WIBAND ist der musikalische Botschafter der 2400 Mitarbeiter starken Firmengruppe aus der nörd¬lichen Oberpfalz..“ so ganz kurz die Beschreibung dieser Band meines Country-Frynds.

Ja so war der Samstag Abend – der (03.02.2018)- „gerettet“ denn als bekennender Faschingsmuffel war dies eine bezaubernde Ablenkung mit kerniger Musik und einem Schuß Southern Rock. Nachdem ich nach einer kleinen Irrfahrt das Logistic Center von Witron gefunden hatte, traf ich u.a. auch Kurt Göppl und Yvonne aus Eschenbach von den Flying Boots die ebenfalls Gäste auf der Hausparty waren.


Und schon gings nach einem köstlichen „Fingerfood“ richtig los mit dem Joker – einem Steve Miller Song, darauf folgten ein paar Beatles Elvis und Stones Nummern, Monkeys, Bob Seger – so eine richtig gute Jukebox aus Klasse Songs….


Das Ganze war in 2 Sets eingeteilt – es folgte die Queen Nummer „Crazy little Thing“ sowie das Gary Moore Stück „Walkin‘ by myself“ welches ich selber schon in den 90ern coverte…Eine Reise zurück zu den großen Songs u.a. mit „Like a Rolling Stone“ oder „Proud Mary“…und dann kam die Vorstellung der Band in mit einem schier endlosen „Sweet Home Alabama“ was mir natürlich ganz besonders gefiel! Hier ein kleiner youtube clip von der WI Band, der die Stimmung an diesen Abend sehr gut eingefangen hat:


Nachdem die ca. 100 Gäste laut nach Zugaben verlangten wurde dem Verlangen auch rasch nachgekommen und zwar mit einer extrem langen Interpredation des BAP Songs „Verdammt lang her“ – und einer Nummer die so vielleicht gar nicht eingeplant war – „Sonne in der Nacht“ - ein Stück von Peter Maffay.

Was für ein überraschend spontan guter Abend – meistens sind es die nicht geplanten, unvorhersehbaren Ereignisse, welche voll überzeugen. Ich fühle mich zurückversetzt in die Zeit der wilden Partys in den 70er/80er – diesmal allerdings mit Live Music: der

WI BAND





Ja und ich freue mich auf eine weitere Zusammenarbeit mit Rainer bei den Southern Rock Junkies!

*




THE LOVE BEATLES

Noch im gleichen Monat Februar erhielt ich Pressekarten und eine Einladung zu einem Concert - Musical der Band „The Love Beatles“ und Ihrer Show:

„PLEASE, MR. POSTMAN“





Nachdem in Weiden die Veranstaltung aus „Tournee technischen“ Gründen abgesagt wurde pilgerte ich zusammen mit Norbert Ringer, auch einem großen Beatles Fan, mit dem ich 2016 schon Paul McCartney in München bewundert hatte, nach Amberg ins ACC und ließ mich mal überraschen.




Die aufgebauten Instrumente waren schon mal Grund zur Hoffnung auf eine authentische Show … Langsam aber stetig füllte sich das Amberger Congress Center wurde aber letztendlich nicht ganz ausverkauft, lag vielleicht auch daran, dass die regulären Ticketpreise um die 50.—EUR lagen. Der Titel dieses Beatles Musicals sorgte allerdings schon anfänglich für Diskussionsstoff: „Please Mr. Postman“…hä – war das eine Beatles Nummer?


(ACC Amberg – 1 Stunde vor Beginn…)

Ja und da waren sie auch schon – begleitet von 4 Tänzer u. Tänzerinnen. Sie begannen mit den klassischen Rock n Roll Nummern wie „Dizzy Miss Lizzy“ - Roll over Beethoven – hübsch im Lederjacken Outfit – so wie es eben damals im Kaiser Keller Hamburg angesagt war.


Was die Lichteffekte oder die Leinwand-“Bilder“ betraf, war dies eher als dürftig zu bezeichnen, da haben wir schon weit Aufregenderes gesehen – ich will ja nicht vorgreifen – aber im Vergleich zu den „Bootleg Beatles“ - (einer Cover Band aus Liverpool) - war diese Rahmenhandlung eher mäßig.

Handwerklich allerdings beherrschten die vier „Beatles“ ihre Instrumente einwandfrei, obwohl ich mich bei einigen Stücken dem Eindruck nicht erwehren konnte, dass da auch ein 1 Pfund Playback ab und an geschickt untergemischt wurde.


„Einfach nur zurücklehnen und zuhören und die "Magical Mystery Tour", bei der schon die vier Liverpooler dazu animiert hatten, alles über Bord zu werfen und mitzukommen. Die Coverband tritt in Lederjacken und im weißen Frack auf, sie hat die seidenen und bunten Gehröcke aus dem bis heute wohl unerreichten Sergeant-Pepper-Album an und kreuzt mit dem gelben Unterseeboot durch friedliche Gewässer“… so schrieb es die Amberger Zeitung - und weiter:


„Eine Show mit Höhepunkten: "Ticket to ride" aus dem "Help!"-Film, "I should have known better" aus dem genialen "A hard days night"-Streifen und die "She loves you"-Hymne einer Generation, die nach großen Zeiten von Elvis zu neuen Ufern aufbrach. Doch es gibt auch Songs, bei denen der Abstand zu den "Fab Four" krass wird. Sorry: "Yesterday" konnte nur Paul McCartney machen und "I saw her standing there" bleibt ebenfalls bis heute ihm überlassen. Da kann keiner mit…“

Mich überzeugte allerdings die Fassung vom Song „Penny Lane“ - dieses Stück ist nicht gerade einfach zu spielen – allerdings wer spielte da gerade eigentlich die Bach-Trompete?? … (erwischt: Das war mal wieder lupenreines Playback! )

Zum Ende hin gaben die Jungs nochmal Gas: "Get Back" und "Day Tripper", "Revolution" und "Eight Days a Week" sowie „Back in the U.S.S.R.“ - wurden Klasse gespielt von: Cyril Montreau (John Lennon), Nick Bird (Paul McCartney), Julien Deguines (George Harrison) und Christophe Roussel (Ringo Starr.) Die Coverband in ihren weißen Anzügen waren echt bemüht sich dem Original so nahe wie möglich anzunähern, manchmal schafften sie es auch - letztendlich überzeugten sie mich durchaus musikalisch.

Vor allem bei der Nummer „ALL YOU NEED IS LOVE“ – sprang der Funke über - die Stage-Crew ging ins Publikum, verteilte Leuchtstäbe und die Party ging ab….

Fazit: Ein amüsanter Abend mit den „Love-Beatles“ der in eine Zeit versetzte, welche mein Begleiter und ich nur vom „Hören-Sagen“, youtube und Zeitungsartikel kannte und deshalb war dies eine sehr interessante Reise in diese einzigartige und beste Musikepoche aller Zeiten!


*




DR. FEELGOOD -> Rother Blues Tage 2018!

Ja und es geht „britisch“ weiter: Die Rother Blues Tage klopften mal wieder an meinen Kalender und so machte ich mich mit Lutz und Werni, meinem langjährigen fränkischen Arbeitskollegen auf und fuhr nach Roth in die „Kulturfabrik“ …


Wir waren schon sehr früh dran um die Sitzplätze oben auf der Galerie zu erwischen. Hier sind wir sogar ein auf einem zufälligen Schnappschuß der „Kultur-Fabrik“ zu sehen:


2.Reihe oben - ganz rechts… Lutz – ROB – Werni

Naja – etwas gemischte Gefühle hatte ich vor Beginn der Show schon, hatte ich Dr.Feelgood in Originalbesetzung mit Wilko Johnson und dem 1994 an Krebs verstorbenen Lee Brilleaux in den 80ern und 90ern schon öfter live gesehen und jedes Mal prickelnde Concerte in Erinnerung. Werden das die neuen „Feelgoods“ auch schaffen, ohne ein Original-Band-Mitglied? Außerdem spielte ich mit meiner Band „The Rock Junkies“ 1991 als Vorband bei Dr. Feelgood in Sulzbach-Rosenberg – für uns damals ein einmaliges Erlebnis wie auch in diesem Video ersichtlich:



(Martin Schärtl – Werner Bibl – ROB –> The Rock Junkies)

Nun aber zurück zur ärztlichen „Wohl-Fühl-Verordnung“ -DR FEELGOOD 2018 ! Diese war bitter nötig, denn es hatte tatsächlich am Sonntag den 18.03.2018 in Roth zu schneien begonnen und etwas Wärme war dringend nötigt. Die vier die gerade die Bühne entern, sind bereits alle (eigentlich) im Rentenalter – also über 60, rocken aber volle Kanne los: Gitarrist Steve Walwyn, Bassist Phil Mitchell, Drummer Kevin Morris sowie der Hammer-Sänger und Harmonika Spieler Robert Kane.


Im Mittelpunkt steht Robert Kane, exaltiert, quirlig, energiegeladen, wie man es einem 63-Jährigen nicht unbedingt zutrauen würde. Kane tobt über die Bühne und serviert alte Hits wie am Fließband – erstaunlich für mich, dass "Milk and Alcohol" schon als dritte Nummer zum Besten gegeben wird.


Das heizte die Stimmung natürlich gewaltig auf! Dass er als britischer Pubrocker mit der Mund- harmonika umgehen kann, versteht sich von selbst – er breitet die Hände aus und empfängt den Groove und saugt die Ovationen aus dem restlos ausverkauften Saal förmlich auf:


Exakt 90 Minuten inklusive Zugaben geben die Feelgoods in der Kulturfabrik Vollgas. Mehr geht wahrscheinlich nicht, mehr braucht es aber auch nicht. Denn sie halten sich auch nicht lange mit Ansagen und sonstigem Gesoder auf. Punkt 8 auf die Bühne und los geht es, die ersten fünf Songs kommen komplett ohne Ansage aus. Schnörkellos geht es mit voller Energie zur Sache. Gespannt war ich vor allem auf die „Slide“-Qualitäten des Gitarristen – ist doch „Back in the Night“ eines meiner Lieblingsstücke - und dies hat ja der Lee Brilleaux immer auf der 2. Gitarre gespielt:


Was soll ich sagen - Gitarrist Steve Walwyn knallte erst mal ein sagenhaftes „Dust my Broom“ Slide Solo raus und brillierte dann mit „Back in the Night“ – Wow!


Diese Feelgoods atmen und versprühen tatsächlich den Geist der alten Dr. Feelgood-Combo – vielleicht nicht ganz so durchgeknallt wie in den 70ern -, aber voller Energie und Überzeugung.


Sie spielen alle „Hits“ quer Beet: Ob "Down to the Doctors", "Roxette" oder "Stupidity", sowie „She does it right“ und „Goin‘ back Home“ – oder „No Mo Do Yakamo“ und „She’s a Wind up“– Kane gibt den alten Klassikern den genialen Kick und es ist noch Zeit für einen Blues – sehr gut ! Sie spielen ja immerhin auf einem „Blues-Festival“ und zeigen, dass ihre Wurzeln zu 100 Prozent Blues und Rhythm 'n' Blues sind. Um auch die letzten Zweifler zu überzeugen, legen Kevin Morris und Phil Mitchell in der Mitte des Auftritts unter der Führung von Gitarrist Steve Walwyn diesen lupenreinen Blues aufs Parkett, als wollten sie Johnny Winter wieder zum Leben erwecken.


Walwyn outet sich später sowieso als Bluesfan, als er den "Mad Men Blues" des "great, great, great John Lee Hooker" ankündigt und die raunzig scheppernde Nummer zu einem weiteren Höhepunkt des Sets macht, ein fantastisches Slide-Solo darf da nicht fehlen….


Wie heiß es auf der Bühne zugeht dass sieht man an Steve Walwyns Hemd. Zuerst zeigen sich unter den Achseln erste nasse Stellen, diese breiten sich immer großflächiger aus, bis am Ende nur noch die Knopfleiste halbwegs trocken ist -


– Kein Wunder bei 5 (!) Zugaben incl. einem überragenden "See You Later Alligator"…. Eine Vollbedienung – Sagenhaft mit welchen einfachen Mitteln auch die Musiker es verstehen Spannung aufzubauen – ein bisschen Slide – ein Harp-Solo – einen Blues-Groove und dann den vollen Boogie ….


Erstaunlich auch über welche Kondition die Jungs verfügen – sind sie doch alle nach Ende der Show am Merchandise Stand versammelt geben gerne Autogramme und Interviews...


Robert Kane /Interview - & - ROB am Merch-Stand, hab mir eine Feelgood-Mütze zugelegt.

Jean Jacques Burnel, der legendäre Basser der Stranglers, hat einmal gesagt, dass es eine Brücke zwischen der alten Zeit und Punk gebe - "und diese Brücke sind die Feelgoods". Heute verwischen im Blick zurück Punk, die alte Zeit und die Grenzen zwischen Rock 'n' Roll, Rhythm 'n' Blues. Was bleibt, ist eine wilde, ungezügelte und ungeschliffene Musik mit starken Rhythmen. Diese spielen die Feelgoods auch nach fast 50 Jahren immer noch. Nun sind sie allerdings keine Brücke mehr, sondern ein Zugang. Ein Zugang zum Damals, ein magisches Theater des Pub Rock!


Dies ist auch ein sehr zutreffendes Schlusswort für diese immer noch sehr energiegeladene Band!

*




Ja und es geht wieder britisch weiter – diesmal sogar very very english – ins Mutterland des Beat mit:

THE BEATLES - > THE BOOTLEG BEATLES!


Auf dieses Datum – den 26.April 2018 hatte ich bereits seit 2017 gewartet – endlich hatte ich noch 2 Karten für die Wiederholungsshow 2018 bekommen, 2017 feierte das Sgt.Pepper Album den 50ten!


Und so wurde ein lang gehegter Wunsch Wirklichkeit: BACK IN DER ROYAL ALBERT HALL - London !


Diese „Halle“ hat mich schon immer fasziniert, ich sah Eric Clapton & Steve Winwood in der RAH und so oft es irgendwie möglich ist und ein gutes Concert geboten wird, werde ich zur RAH „pilgern“:


Schon alleine dieses königliche Ambiente und diese sagenhafte Akustik kurbeln die Sinne an.


Auch mein Begleiter, Dr. Robert Frischholz, ein Beatles-Fan natürlich, fieberte diesem Abend ent-gegen – residierten wir im alt ehrwürdigen Kensington Hotel, Queens Gate - 10 Minuten entfernt.


Ich entschloss mich mit BA (British Airways) zu fliegen und bereute dies nicht, zumal es günstiger als die Lufthansa war und der Flug an sehr angenehmen Reise-Uhrzeiten stattfand.

Nachdem wir in knapp zwei Stunden vom Flughafen Munich aus in Heathrow so gegen 14.00h landeten wurde erst mal die Uhr 1 Std. zurückgestellt und wir fanden mit der Piccadilly Line eine sehr günstige U-Bahn Linie (6 Pfund) hin zur Gloucester Road Nähe Kensington. Eine kleine Stärkung im „Nandos“ – einem echt hippen „Laden“ brachte uns wieder so richtig in Schwung….




es gab alle Arten von ChickenBurger – und vorallem sehr leckere Soucen …u.a. die Zitronen / Pineapple Chilli-Jam….Nachdem „Einchecken“ im Kensington Hotel und einer Runde „Tea“


marschierten wir bei herrlichen Wetter zur Royal Albert Hall, vorbei am „Albert Memorial“ -




- ja und da waren wir schon am Ziel: Die RAH war vor uns und nur noch 1 Stunde bis zum Auftritt!


Schnell die Eintrittskarten gezückt – und wir waren im Innern der alt ehrwürdigen, mit rotem Plüsch reichlich austatteten RAH – die Treppen hinauf – (den Lift sparten wir uns, wir wollten ja dieses Flair genießen) – und langsam hin zu unseren Plätzen im „Rousing Circle“ – wow was für ein Auditorium!


Beim letzten Besuch hatte ich Plätze in den „Stalls“ also eher „ebenerdig“ – diesmal im weiten Rund in luftiger Höhe der RAH… mit einem fantasischen Überblick.


Das Auditorium füllte sich langsam aber stetig – ein Platz in den „Loggia’s“ incl. eigenen Ober und Vorhang hatten wir zwar nicht – allerdings wollten wir nicht unbedingt über 1.000 Pfund ausgeben…


5-4-3-2-1 -> das Intro kam schon …


und los ging es mit den Songs „She loves you“ – „Roll over Beethoven“ und „I want to hold your Hand“ – 3 Songs am Stück - The Beatlemania was in London-Town ! -> Again!

Gemäß der Set List “live at the Shea Stadium N.Y.” spielten die vier Liverpooler alle Songs des legendären letzten Live Concertes der Beatles - dies natürlich in den speziellen „Uniformen“:


Die Stimmen von John–Paul-George und Ringo sind einfach fantastisch nah am Original der Beatles dran – auch die Gesichter und die Bewegungen – hier passte einfach alles ! Grandiose Akustik und vor allem diese Ansagen von „John“ Lennon – 1:1 wie das Original - schon fast unheimlich….


Und dazu natürlich die Original Gitarren und Vox Verstärker aus den 60ern…. Einfach grandios!

Einer der Höhepunkte war natürlich der 50. Geburtstag des Sgt.Pepper Albums welches nach einer kleinen Umbaupause auch ausgiebig gespielt wurde u.a. mit den Songs „Sgt.Peppers Lonely Hearts Club Band“With a little Help from My Friends“ –„Lucy in the Sky…“-„Getting Better“- usw.


Ausserdem kamen - und zwar mit tatkräftiger Unterstützung – die Liverpooler Symphoniker noch dazu welche den Sound noch voller und authentischer gestalteten. Ein extra Applaus von den eh schon fast verrückten Engländern war ihnen sicher…


Songs we z.Bsp: „She’s leaving home“ „When I’m 64“ oder „The Benefit of Mr. Kite” waren natürlich im “Orchesterformat” genial anzuhören…


Der überwältigende Schluß des Sgt. Peppers Albums gipfelte in dem Stück „A Day in the Life“ und die Fab 4 ließen sich dann auch brav ablichten…und feiern – die königliche RAH stand Kopf!


Eigentlich wollte ich mir in der Pause ein Erfrischungsgetränk kaufen, der nette Engländer neben mir erzählte und erzählte von den Sixties Bands die er schon alle in London gesehen hatte und als er mir dann auch noch sagte dass er in Knebworth wohnte, fragte ich ihn natürlich über das gleichnamige Festival in den 70er Jahren aus…und somit war die 15 minütige Pause schon wieder vorbei und es ging volle Kanne in die Hippie-Zeit der Bealtes u.a. mit den Titeln „I’am Walrus“ – „Penny Lane“ – „Elenor Rigby“ – „Fool on the Hill“ – und dann natürlich der Hymne „ALL YOU NEED IS LOVE“.




Nach einer kleinen „Verschnaufpause“ incl. Dresswechsel knallte ein rockiges „Revolution“ durch die Boxen und Paul sang sehr überzeugend diesen „Rock-Song“ der Beatles.


Aber auch „George“ spielte ein fantasisches „Something“ und sang sensationell!


Natürlich durfte „Ringo“ mit seinem „Yellow Submarine“ nicht fehlen:


Aber vor allem „John Lennon“ beeindruckte mich am Nachhaltigsten: Stimme – Gestik, Mimik – Bewegungen und Aussprache - alles war schlichtweg… > John Lennon!




Interessant war auch, dass sie sich nicht nur durch ein Orchester „Verstärkung“ holten, auch ein Pianist/Orgelspieler war desöfteren auf der Bühne zu sehen, sozusagen als 5. Mann - wenn es galt, komplexere Stücke wie „Ballad of John & Yoko“ oder „Strawberry Fields forever“ zu spielen. Also wirklich alles live – ohne playbacks …


„Paul McCartney“ stellte seine Fähigkeiten nicht nur als Basser oder Sänger/Gitarrist („Yesterday“ ) unter Beweis, sondern eben auch als Pianist wenn es z.Bsp. an den Übersong „Hey Jude“ ging….


„Lady Madonna“ und „Get Back“ oder „Don’t let me down“ überzeugten auf ganzer Linie. Es waren gut 35 Songs die wir hörten, diese 2 ½ Stunden Show hatte alles was man sich wünschen konnte, die 30 Pfund Eintritt waren jeden Penny wert.

Überraschenderweise wurde als Zugabe die Little Richard Nummer „Long Tall Sally“ gespielt, gefolgt von „Carry That Weight“ und „The End“ ….genau so wie es Paul Mc Cartney in Müchen 2016 auch ausklingen ließ …. Zufall oder Absicht ?

Ein unfassbares Konzert, - eine Cover Band die die Royall Albert Hall ausverkauft ( ! ) bei einem Fassungsvermögen von ca. 8.500 Fans ! Diese Bootleg Beatles sind die beste Beatles Ccover Band ! Diese Show katapultierte uns zurück in eine Zeit - Die 60er- welche ich für die spannensde und kreativste Musikepoche ever halte und diese nun von den Bootleg Beatles grandios näher gebracht wurde. Wir freuten uns so richtig, dass wir dieser Show beiwohnen konnten.


Robert & ROB

Dieser Abend war ein Erlebnis der Extra-Klasse – kannte ich doch jeden Song, denn das „Gitarre-Spielen“, dass hatte ich mir in den 70ern anhand des „Beatles-Song-Book“ beigebracht.

Hier noch kurz die Set-List von diesem einmaligen, englischen Abend in der Royall Albert Hall:

She Loves You,Roll Over Beethoven,I Want to Hold Your Hand,Help!,Act Naturally,I Feel Fine,Can't Buy Me Love,Ticket to Ride,Yellow Submarine,Yesterday,Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band, Twist and Shout,With a Little Help From My Friends,Lucy in the Sky With Diamonds,Being for the Benefit of Mr. Kite!,Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band (Reprise),A Day in the Life,Hello& Goodbye, I Am the Walrus,Penny Lane,Strawberry Fields Forever,The Fool on the Hill,While My Guitar Gently Weeps,All You Need Is Love,Revolution,Get Back,Don't Let Me Down,Here Comes the Sun,The Ballad of John and Yoko,Lady Madonna,Hey Jude,Golden Slumbers, Encore: Long Tall Sally,Carry That Weight,The End

Nach der Show gings zu Fuß wieder zurück in Richtung Kensington Hotel – allerdings hatte das Steak-House “Steaks & Co” noch geöffnet und nachdem wir nach dieser aufregenden Show einen mächtigen Hunger hatten, riskierten wir den Genuß der „englischen“ Küche:


Mit einem Filet-Steak kann man ja nix falsch machen und so wartete ich neugierg bei einem kühlen Bier auf dieses ganz spezielle Stück, hmm die Kellnerin wollte nicht mal wissen ob ich es „durch“ oder medium haben wollte – war auch egal – denn ich konnte mir den „Gar-Zustand“ des Steaks anhand eines heißen Steines selber mittels der herabzuschneidenden Filet-Stücke besitmmen… hier das Prachtstück ... deliziös!


Zum Abgang gab es dann noch einen rauchigen „Whiskey“ allerdings hatten sie keinen Jameson und so beschloss ich die Nacht mit einem doppelten nordirischen Bushmills als genialen „Absacker“ endgültig zu beschließen. Nach gut 5 Minuten waren wieder im Hotel und am nächtsten Morgen wartete ein ausgezeichnetes Breakfast „continetal style“ auf mich, welches dann die Rückreise leicht erträglich machte – hier der „Frühstücksraum“….


Witzigerweise verabschiedete mich der Hotel-Manager aufgrund der aktuellen Brexit-Debatte mit den Worten „Sir,.. take care of Germany!“ …- worauf ich antwortete „ I will do my very best …!“




***




Einmal im Jahr steht der REAL MUSIC CLUB (mindestens) auf dem Terminkalender – diesmal schon zu Pfingsten! – Nachdem die Band bereits mehrere Mal in Lauchhammer aufspielte, klappte es diesmal und 3 Southern Rock Junkies machten einen „Betriebsausflug“ in besten Club Deutschlands denn es war angesagt:

S T A C I E C O L L I N S & A l l M i g h t y 3

The Southern Rockin’ Harp Howlin’ Twang Bangin’ Rock n Roll Queen…
from Nashville / Tennessee…


Die Reise in den wilden Osten wurde schon Ende 2017 vorbereitet, galt es doch wieder in der Villa K gleich 3 Übernachtungen zu buchen denn die Entfernung zum Club ist genial kurz und diesmal legten Lutz und ich einen Stopp in Hof ein um den EPI, der mit dem Zug anreiste, aufzupicken und gemütlich gen Osten zu fahren.


Wie schreibt EPI in seiner Concert-Review bei hooked on music zu Beginn so zutreffend: „Pfingstwochenende – alles strömt in den Süden, Richtung Berge und Meer, oder in den Norden, Richtung Dünen und See. Wir, die drei Musketiere Rob, Lutz und Epi, driften unaufhaltsam Richtung Wilder Osten, denn in dem wundervollen “Real Music Club“ (der Besuch kann nur jedem Konzert- und Musikfan empfohlen werden) gastiert an diesem Abend zum wiederholten Male der tennessee-ianische Mundharmonika-Wirbelwind Stacie Collins. Klarer Fall, dass wir dafür auch eine längere Anreise auf uns nehmen…“

Ja so war es dann auch, trotz DFB-Pokalendspiel in Berlin fuhren wir Stau frei in knapp 3 ½ Stunden und stärkten uns erstmal in Lauchhammer im griechischen „Olympia“ , kurzes Frischmachen und abgings in die Kirche zur Samstag-Abend-Andacht …. Hier die beiden „Kirchenschiffe mit Turm“ welche dann im wirklichen Leben zwei geniale Bars sind mit einem Altar als Bühne…


Der Saal füllte sich so langsam, und ab 20.00h war auch schon die „Vorband“ zu Gange.


RAILROAD aus Hamburg legten mit einem Power-Jam-Rock los, das Trio verstieg sich allerdings manchmal in lange Grooves welche dem geneigten Rock n Roll Publikum aber überraschend gut gefielen, so dass nach einer Zugabe nach dem normalen Set gerufen wurde. RAILROAD spielten komplett über die Anlage und das Drum-Set der Stacie Collins Band – auch nicht selbstverständlich.


Nach einer sehr kurzen „Umbaupause“ preist Ralf Rischke die Stacie Collins an und die legt auch gleich wie ein Derwisch los - mit den ersten 3 Nummern im Paket „Lost&Found“-It Ain’ Love und „The very Late Time“….


Fast ohne Pause singt und spielt Stacie Mundharmonika – liefert sich Solo – Duelle mit dem Gitarristen Jon Sudburry und hat natürlich immer ein Auge auf ihren Ehemann, Al am Bass.


Nach einer halben Stunde hab ich es auf der Empore nicht mehr ausgehalten – ich musste mir das aus der Nähe ansehen -> genau richtig zum Cover Stück „If you wanna get to Heaven“ war ich vor der Bühne und erlebte erst so richtig die Dynamik und die Power dieses Wirbelwindes aus Nashville…


Ja der Hut war da schon längst am Boden und diese Stacie Collins rockte diese ehemalige heilige Halle …..bis auf Teufel komm raus…. Und wie!


Die Leute gingen volle Kanne ab – auch Lutz und Epi waren begeistert, diese Energie entlud sich förmlich, man konnte einfach nicht mehr still stehen, es war einfach fantastisch! Auch ein Ausflug ins Publikum und auf den schmalen linken Tresen im Seitenschiff der ehemaligen Kirche war angesagt!


Hier wieder ein kurzes Statement von Epi: „Al Collins übernimmt, auch das schon fester Bestandteil der Show, den Gesang für If You Wanna Get To Heaven. Der OZARK MOUNTAIN DEVILS-Song war für mich vor Jahren mehr ein Füller im Set, aber ist inzwischen kaum noch wegzudenken. Al zupft ja auch den Bass bei Jason & The Scorchers und aus deren Fundus stammt Money Talks. Die furiose Nummer beendet den ersten Set und gibt uns Gelegenheit die Gläser nachzufüllen..“

Ja – Pause ist – auch bitter nötig - nach diesem schweißtreibenden 1. Set- Und da entdeckte ich an der linken Bar einen weiteren SOUTHERN ROCK JUNKIE der ersten Stunde: Blacky (Robert Schwarz ) der Drummer der Southern Rock Junkies erfrischte sich gerade an einem Bierchen und die Gelegenheit war gut Erinnerungsfotos vor dem geschlossenen Vorhang zu schießen:


Nach dieser kurzen Erholungsphase öffnet sich unvermittelt der Vorhang zum Teil 2 der Twang-Bangin‘-Rock & Roll Show…“ Mit Blood Moon entführt uns die Band in die Sümpfe Louisianas.


Echtes Swamp-Feeling wabbert durch den Saal. Die Stimmung ist bereits auf dem Siedepunkt, als uns Stacie ein rasantes Baby Sister - (meine Lieblingsnummer) - um die Ohren haut. Die Energie der Sängerin ist schier unglaublich. Wo holt diese Frau nur die Luft her?


Eine kleine Verschnaufpause erhält sie durch das folgende Drum-Solo, welches sich ebenso kurz wie knackig gestaltet. Und wo er schon dabei ist, übernimmt Drummer Ola auch noch gleich die Vocals für eine leicht improvisierte Version von Keep-A-Knockin’. An dem Typ sollte die Band festhalten, der ist bereits jetzt ein Publikumsliebling.

Zurück zum Country-Stomp mit Don’t Doubt Me Now und das steigert sich – wie schon auf dem Live-Album “Shinin’ Live!” - zu einem Harp/Guitar-Gefecht und mündet letztlich in Jumpin’ Jack Flash. Da rockt und kocht der Saal! Mit gehörigem Applaus wird die Band verabschiedet um sie natürlich recht bald zur Zugabe hervor-zu-klatschen.


An Mentor und Freund Dan Baird wird mit King Of Rock erinnert und dann weiteres Öl ins Feuer gegossen, mit dem treibenden Hey Mister. Wie kann man diesem Höhepunkt noch einen draufsetzen? Eingeweihte wissen es bereits: Mit AC/DCs It’s A Long Way To The Top (If You Wanna Rock’n’Roll) beweisen die Vier auf der Bühne, dass man auch mit Mundharmonika diese Nummer so richtig mitreißend spielen kann. Tja, dass an diesem Abend auch noch AC/DC zum Besten gegeben wird freute mich natürlich ganz besonders.


Jetzt kann nichts mehr kommen, jetzt braucht nichts mehr kommen. Mitternacht ist bereits überschritten und ein restlos begeisterter Saal feiert ein letztes Mal diese Band, bevor sich die Besucher langsam auf den Heimweg machen. Nicht ohne zuvor am Merchandising-Stand die ein oder andere Trophäe zu erwerben. Hier trifft man natürlich auch wieder das Energiebündel aus Nashville.

Es ist schon bemerkenswert, dass sich die ganze Band nach diesem Auftritt noch Zeit nimmt, die Fans am Merch Stand zu besuchen um sie mit Selfies und Autogrammen zu versorgen.


Lutz & Stacie Collins Band

Ja und sogar auf einen Plausch nach Mitternacht lies sich Stacie mit mir noch ein:


ROB & Stacie Collins


ROB & Stacie

Auch an Epi kam die Stacie auf dem Rückweg zum Backstage nicht vorbei:


Best oft he Rest: Das obligatorische Southern Rock Junkies Foto mit


EPI - ROB & BLACKY - 3 Southern Rock Junkies der ersten Stunde !

Die erste Stunde des neuen Tages (Sonntag) war auch bereits fast schon wieder vorüber und in Gedanken an ein phänomenales Concert und dem Genuss von einem „anständigen Absacker“ – einem doppelten Bushmills – Whiskey, traten wir beschwingt den Heimweg an und ließen die Bilder dieses sagenhaften Pfingstsamstag noch einmal an uns vorüberziehen….




Goodbye Stacie Collins –thank you for a great show - hope we see us again !


***




Nicht nur der Real Music Club in Lauchhammer ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil der bevorzugten Locations in meinem Concert-Reiseplan geworden, auch der Reigen Club in Wien gehört mittlerweile dazu. Natürlich wegen Peter Brkusic meinen langjährigen „Video-Tauschpartner aus den 80ern“, Drummer und seiner sagenhaften Band „The Nasty Habits“.

Tatsächlich hat sich Nick Simper mit Attila Scholtz und Peter wieder etwas ganz Besonderes ausgedacht: „The Shades of Deep Purple“ - die 1.LP von Deep Purple, inkl. Live Nummern von der neuen CD mit Nick Simper/Nasty Habits:


Lutz und ich haben kurz entschlossen den Zug nach Wien genommen und stiegen auch wieder – wie gewohnt – im Viktoria Hotel ab - in der Nähe vom „Reigen-Club“, wo ich im Nebenzimmer einen Tisch reserviert hatte, um sich mit einem Happen vor der Show zu stärken. Wie es der Zufall wollte, gesellte sich doch tatsächlich Nick Simper und der Keyboarder, Helmut Puschacher an den Nachbartisch und so kam ich schon vor dem Concert mit Nick ins Gespräch:


Diese Gelegenheit ließ ich mir nicht entgehen und überreichte Nick Simper meine neue Doppel-CD von den Southern Rock Junkies: „Amigos & Banditos“.


Nick war sichtlich erfreut über das unerwartete Present und ebenso von dem Albumtitel. Mittlerweile war es 20.00h durch und wir nahmen unsere reservierten Sitzplätze - (vielen Dank Peter!) - im Saal ein, denn die Bühne war bereits angerichtet:


Besondere Beachtung verdient das Bass-Drum-Fell von Peters Drum-Set : Es war ein Geschenk der Ehefrau von Ginger Baker für Peter, der ein sehr erfolgreiches Buch über Ginger Baker geschrieben hat und bestens bekannt mit dem Ginger ist, einer nicht immer einfachen Musiker-Legende… (Cream etc.)


Schon füllte sich der Saal und die Zeitreise hin zur ersten LP der Deep Purple begann, es war wie ein Film, der sich nun vor unseren Augen abspielte:


Ich war überrascht, dass Deep Purple ihre 1. LP mit Coverstücken befüllt hatte -besonders aber die Version von „Help“ – die Deep Purple gefühlt um die Hälfte langsamer - aber umso intensiver spielten – begeisterte -> tja dies taten dann original auch Nick Simper & Nasty Habits!


Nick Simper (links oben) - als Gründungs- und Original-Member von Deep Purple spielte tatsächlich die komplette 1.LP im Reigen - (auch den Pop Song „OneMoreRainyDay“) – die Covers „Hey Joe“ (J.Hendrix) und auch „I’m so glad“ besser bekannt auch von Cream. Mit dem Instrumental „And the Address“ begann dieser coole Abend inkl. einer magischen Stimmung im Club:


Nachfolgend eine Bild Sequenz mit Nick Simper und Peter Brkusic während Ihrer fantastischen Soli bei dem Song „Mandrake Root“: Ein Song, welchen auch die frühen Deep Purple immer zu langen Improvisationen nutzten:



„Mandrake Root“ – dieser Titel hat mir an diesem Abend so gut gefallen denn hier spielten alle Musiker spezielle Soli und mit über sieben Minuten haben sie die Nummer auch cool improvisiert und lange interpretiert, und hier ist der Song in voller Länge damit Ihr einen Eindruck von diesem genialen Abend vermittelt bekommt:


An diesem Abend gab es aber auch noch etwas zu kaufen: Eine limitierte Live Lp „Live An‘ Nasty“ – aufgenommen im Reigen 2016 – siehe dazu auch den Bericht auf Rob & Friends 2016 – Auf facebook postete ich dieses Zeilen:


Und so kündigte ich Attila auf facebook an:



Ja – Attila ist ein Glücksgriff, der ungarissche Sänger aus Budapest hat auch eine eigene Deep Purple- und Led Zeppelin-Cover Band und passt genial in diseses Lineup mit Nick Simper & Nasty Habits.


Attila verprach mir bei meiner nächsten CD-Production mit an Bord zu sein! (und Budapest ist auch mal eine Reise wert…)

Nun aber wieder zurück zum Concert – widmen wir uns doch auch mal dem Gitarristen des Abends: Christian Heißenberger:


Es ist für mich immer wieder erstaunlich, wie Christian diese zum Teil sehr komplexen Nummern einwandfrei spielt und dazu noch seine geniale eigene improvisatorische Vielfalt einbringt – Klasse gemacht Christian!

Aber auch der Keyboarder - Helmut Puschacher - überzeugte auf ganzer Linie, ließ er doch des öfteren klassische Klavierimprovisationen einfließen:


Natürlich war auch Nick Simper bestens aufgelegt, er spielte nicht nur den Bass, sondern erzählte auch ein bisschen was über die frühen Deep Purple:


Nick Simper – at his best, sympathisch und in sehr guter Konstitution!


Na – geht noch eine Zugabe? – Aber sicher doch! - So könnte man diese Bild unterschreiben – der Lieblingssong von Nick wurde mit Überlänge zelebriert:


Der „Roadhouse Blues“ – genau der richtige Kracher zum „Abrocken“ ….


Und Peter & Nick? – Na die hatten richtig Spaß an diesem Abend –


so dass es auch bei den üblichen Abschiedsfotos richtig entspannt zuging:


Nick Simper & ROB


ROB & Attila


ROB & Peter


ROB – Peter & Lutz

Ja das war sie – „The 50th Anniversary Shades of Deep Purple 1968” together with Attila Atka Scholtz, Nick Simper and Peter Brkusic & Nasty Habits - Gerne mal wieder – denn Wien ist ja immer eine Reise wert !