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ROCK ‘N‚ ROLL AGAIN!




„Rebel Bunch Session“ in Lohr am Main

Der Januar 2017 stand gewohnheitsbedingt voll im Zeichen der sog. „Rebel Bunch Session“ in Lohr am Main – war diese Session doch die zweite mit weiteren 4 neuen Songs, welche die Southern Rock Junkies für das neue Doppelalbum einspielten. Mit meinen „Southern-Frynds“ EPI, Markus und Klaus gelangen mit den Songs „Ain’t No God In Mexico“ – „Outlaws-Jam“ – „Tres Hombres“ und „Rebel Bunch“ die Kernstücke für die zweite Scheibe der Doppel-CD genannt „Banditos“:


Deshalb wandte ich mich erst im Februar den „concertanten“ Ereignissen zu:

"A Tribute to Ray Charles"

war am 17.2.2017 im Amberger Stadttheater angekündigt:


Das Amberger Stadttheater ist ein richtiges Kleinod für solch gelagerte Veranstaltungen, es versetzt mich immer wieder in eine andere „Zeitschiene“ auch wenn ich nicht gerade ein großer Jazz-Fan“ bin – die Music von Ray Charles hatte schon immer etwas…und gerade in dieser herrlich umgebauten „Kirche“ macht auch eine Big Band so richtig Spaß:


Leider war Sheila Raye Charles erkrankt und nahm nicht an dem Tribute-Konzert für ihren Vater teil. Aber die Veranstalter fanden einen perfekten Ersatz für Sie - und das sogar in der Oberpfalz! Die weißblaue Jazz-Queen Steffi Denk übernahm im Amberger Stadttheater den Part der Tochter des legendären Musikers. Bei Tribute-Auftritten ist es immer so eine Sache, wer da gerade zum Gedenken an eine Koryphäe aufspielt. Manchmal versuchen nur mittelmäßige Bands durch einen großen Namen zu glänzen - und enttäuschen. Aber die Jazz-Sängerin Steffi Denk sang bei "A Tribute to Ray Charles" im Amberger Stadttheater bravorös, sie zeigte, dass Jazz und Blues nicht nur in den amerikanischen Südstaaten, sondern auch in „southern“ Süddeutschland heimisch geworden sind.


Genauso wenn Vollblutmusiker wie die "Big Band Convention Ostbayern" mit "Uros Perich und den Divettes" auf Tournee gehen, noch dazu "beaufsichtigt" von der Tochter des Geehrten, dann kann man als Zuhörer seine Erwartungen schon in etwas höhere Regionen schrauben. Und die explosive Mischung zeigte Wirkung beim sonst eher zurückhaltenden Oberpfälzer Publikum. Die ostbayrischen Jazzer spielten auf wie einst Benny Goodman und Duke Ellington - von dem sich übrigens auch eine Nummer ins Programm verirrt hatte. Mit dieser Begleitung konnte eigentlich gar nichts mehr schief gehen.


Und als Uros Perich die Bühne betrat, erlebten die geneigten Gäste noch einmal eine richtige Persönlichkeitsveränderung: Aus Uros Perich wurde von einer Sekunde auf die andere Uros „Ray“. Die Seele der Legende schien in den Slowenen gefahren zu sein. Gestik und Mimik waren so authentisch, dass man wirklich glauben konnte, die Blues-, Jazz- und Soul-Legende Mr. Raymond Charles Robinson sei leibhaftig auferstanden.


Und dann erst die Stimme von Uros! Sie ließ das Publikum angenehm erschauern. So nah am unnachahmlichen Original und doch so eigenständig mitreißend, schweißtreibend und erdig, wie aus dem tiefsten, schwarzen Südens der Vereinigten Staaten.


Dazu dann erst solistisch und dann im Duett mit Uros "Ray" Perich die Frau, die immer wieder beweist, dass auch in den deutschen Südstaaten Jazz und Blues heimisch geworden sind: Steffi Denk, ganz elegante Diva, ließ ihre Stimme erschallen, kräftig, raumfüllend und fast überirdisch schön - einfach großartig! Sogar der Star des Abends war von ihr hingerissen und rühmte sie wortreich, machte ihr fast einen Heiratsantrag - was verständlich war, nach ihrer grandiosen Interpretation von Aretha Franklins "Natural Woman".


Diese Truppe, die da unter der Ägide von Bandleader Christian Sommerer aufspielte, machte für zwei Stunden gänzlich vergessen, dass wir im 21. Jahrhundert leben. Das Konzert von Uros Perich, Steffi Denk, der "Big Band Convention und den Divettes" katapultierte mich in eine Zeit zurück, in der man unter Rhythm and Blues, der sich aus Country, Jazz und Swing entwickelt hat, noch den Vorläufer von Rock 'n' Roll und Soul verstand. Es ist eines jener seltenen Konzerte, nach denen ich innerlich lächelnd und noch leise vor mich hinsummend den Heimweg antrat: ... „Hit The Road Jack“…and „What i say?“…






THE STOLEN RHODES

Wesentlich mehr “southern” wurde es im 2. Concert des Jahres,in der Kofferfabrik zu Fürth mit:
„THE STOLEN RHODES“


Sie machten Station auf ihrer Tour in Franken in der „SubKultur“!



Lutz und der Armin vom Irish-Pub in Amberg begleiteten mich ins Frankenland und in der Kofferfabrik traf ich dann auch noch meinen langjährigen „Fürther“ Arbeitskollegen Werni und dessen Frau Gabi in der „Lounge“ mit denen wir uns eine Ladung „Burger“ & Southern-Rock genehmigten:


Auf diese Band machte mich der „Birki“ im November 2106 in Lauchhammer aufmerksam und die explosive Show des „Stolen-Rhodes“-Quartetts von der Ostküste der USA hatte das fränkische Publikum vom ersten Ton an auf ihrer Seite:


Mit Matt Pillion (lead vocals, guitar, keys, sax) Kevin Cunningham (lead guitar, vocals) Jack Zaferes (bass, vocals) und Chris James (drums) knallte diese Truppe gleich von Anfang richtig los und ließ u.a. bei dem Cover “GoodTimes-BadTimes“ von Led Zeppelin so richtig aufhorchen.


Die Jungs verstanden es einfach mit vollem Einsatz die gut 100 Zuhörer in dem randvoll gefülltem Club in ihren Bann zu ziehen. Gerade auch mit den Cover Titeln „Superstition, Tie your mother dow, Highway to Hell “ und vor allem mit einem sagenhaft interpretierten „Rosalita“ von Bruce Springsteen kochte der Saal. Matt Pillion der Lead Sänger wechselte während des Songs von der Guitar hin zur B3 Hammond Orgel, dann wieder zurück zur Guitar, sang die Lyrics und spielten dann auch noch ein Wahnsinns Sax-Solo….


Es war Entertainment pur und die Band verstand es auch geschickt die southern frynds mit in das Geschehen einzubinden. Aber es gab auch Platz für ein paar gefühlvolle Balladen wie z.Bsp. „50 Miles to Richmond“. Ein ausgelassener Abend der wieder mal bewies, dass es nicht immer die Stadion-Konzerte sein müssen – handgemachte Music mit viel persönlicher Hingabe und dann noch zum Greifen nahe überzeugt einfach immer – wie auch dieses „Abschluß-Selfie der Band beweist:


Die “Stolen Rhodes” hatten mächtig Spaß bei den Franken - und wir ebenso!





BLACKBERRY SMOKE

Alle guten Dinge sind 3! „B L A C K B E R R Y S M O K E“ in München – Das war die Krönung in Sachen Southern Rock im Frühjahr 2017!


Am Sonntag, den 12. März 2017, war es soweit: Blackberry Smoke spielten in München im „Backstage“ das erste ihrer vier Deutschland-Konzerte. Die Anreise gestaltete sich diesmal sehr angenehm, konnte ich mich im Vorfeld bei unserem SouthernRockJunkies Drummer Dirk Reichenbecher mit einem gehaltvollen Chilli stärken. Überraschenderweise kam auch noch der Dieter hinzu, der Gitarrist der ZZ-Top Cover Band „Tom Torpedo Blues Band“ und so wurde uns während der S-Bahnfahrt nicht langweilig, denn die beiden erzählten viele lustige und atemberaubende Anekdoten über ihre musikalische Vergangenheit in den 80ern und 90ern mit ihren Bands in der Münchner „Music-Szene“. Und dann war es endlich soweit: Wir standen am Eingang und es hatte sich schon eine beachtliche Traube an Menschen gebildet die Einlass begehrten! Mir gingen die Bilder der Blackberry Smoke Show aus dem Jahre 2009 durch den Kopf, da sah ich diese Band das erste Mal live im Real Music Club Lauchhammer… - nachdem die aktuelle CD „Like an Arrow“ nicht so ganz meinen Vorstellungen mehr entsprach, war ich gespannt auf die Show. Aber zuerst heizten die „Biters“ aus Atlanta Georgia ordentlich ein so dass festzuhalten bleibt:


Endlich einmal wieder eine Klasse Vorband die überzeugen konnte und zu dieser Southern Rock n Roll - Night auch stilistisch sehr gut passte.

Nach gut 25 Minuten Umbaupause krachte das "Six Ways to Sunday" der Blackberry Smoke aus den Boxen und es war sofort eine Bomben-Stimmung im Backstage!


Das „Publikum war überraschend breit gesät: Umgeben von Yuppies, Hut-Trägern, Anzug-Trägern, langhaarigen Bikern, Hippies, Rock 'n' Rollern und natürlich Southern Rockern wurden die nachfolgenden Songs sehr dankbar aufgenommen die da waren: "Like I Am", "Good One Coming On", "Waiting for the Thunder", "Ain't Got The Blues"


Die Blackberry Smoke haben für mich so eine Art eigenen Sound entwickelt: dieser leicht groovende, rumpelnde Rock n Roll der Platz für Improvisationen bietet, nicht zu schnell angelegt ist, sondern darauf abzielt, sich gemütlichen einen Whiskey genehmigen zu können und wie in einer Honky Tonk Bar entspannt der Band zuzuprosten, dieser schaukelnde Groove lässt ausserdem Platz zu coolen „fill ins“ - und das gefällt mir ganz besonders!


Und auf einmal hieß es : "Rock And Roll Again" – für mich war dies der Song schlechthin, auch der Lieblings Song von meinen home-of-rock Freunden Edith & Martin…


Und weiter gings in southern Munich: Schrille Gitarren-Solos wechselten angenehm mit weichem Keyboard-Sounds ab - SouthernMusic vom Allerfeinsten, die der geneigten Zuhörerschaft sichtlich gefiel. Bei "Sunrise In Texas" sangen auch ohne Animation alle mit und spätestens mit "One Horse Town" hatten Blackberry Smoke das Publikum voll im Griff.


Sänger Charlie Starr hatte an diesem Abend eine sehr charismatische Austrahlung und nach eineinhalb Stunden, packten Blackberry Smoke tatsächlich noch eine Besonderheit drauf: So spielten sie nicht eine, nicht zwei, sondern gleich fünf Zugaben, unter anderem eine individuelle saustarke Version von "Man of Constant Sorrow".


Eine Voll-Bedienung in Sachen Southern Rock n Roll – eine ausverkaufte Show und eine sehr angenehme freundliche Stimmung unter den zum Teil weit angereisten Fans – dies war ein Concert mit Wohlfühlcharakter, gerne mal wieder wenn es heißt: ROCK ‘N‚ ROLL AGAIN!

„BLACKBERRY SMOKE“ live in München, Backstage anno 2017

Mittlerweile ist es April geworden und ein guter Freund, Robert Stahl hatte mich gebeten, mit ihm zum diesjährigen „Rock meets Classic“ zu pilgern ...




ROCK MEETS CLASSIC


Die Bands, respektive die Künstler dieser Gruppen versprachen doch einiges und so war meine anfängliche Skepsis gegenüber „Classic“ schnell Schnee von gestern….und diese vollmundige Ankündigung verfehlte ihre Wirkung bei mir nicht:

„ROCK MEETS CLASSIC: Das legendäre Cross-Over-Projekt verknüpft in einem dreistündigen Programm gefühlvolle Klassik mit weltbekannten Rock-Songs. Die achte Auflage des Originals kehrt zurück: Mit 15 Shows in Deutschland und einer Show in der Schweiz schließt Rock meets Classic direkt an den Erfolg der letztjährigen Tourneen an. Die besondere Stimmung liegt nicht zuletzt an den Interpretationen der Welthits durch die Mat Sinner Band, in Verbindung mit dem Bohemian Symphony Orchestra Prague. Mit Musik-Legenden wie dem 4-fachen Grammy Gewinner Don Felder – THE EAGLES, Mick Box und Bernie Shaw – URIAH HEEP, Steve Lukather - TOTO sowie einem der besten Songschreiber der 80ger Jahre, Rick Springfield, können sich die Fans auf Großes gefasst machen….“


Diese Herrschaften mussten doch einfach gut sein – und ich sollte es nicht bereuen, zwar brauchten die Magnum ein bisschen um das Eis zu tauen


…aber spätestens als Mick Box und Bernie Shaw von URIAH HEEP mit Easy Living + July Morning, loslegten war Stimmung in der Frankenhalle!


Natürlich durfte der Mega Hit der beiden nicht fehlen: „Lady in Black“, welcher auch sehr dankbar von den Fans mit gesungen wurde. Einzig allein Rick Springfield kam mir bei dieser Ansammlung an Rock Idolen etwas deplaziert vor – aber er war nunmal der „special guest“ spulte sein „Jessys Girl und seine „Celebrate Youth“ gekonnt ab, und die Ladys in der Messehalle hatten ja angeblich nur auf ihn gewartet… (im Bild unten Rick Springfield und Steve Lukather)


So freute ich mich auf Steve Lukather und auf seine Gitarrenkünste die er wieder reichlich u.a. bei den Songs „Africa“ und natürlich bei „Rosanna“ zelebrierte. Und dann war es soweit -> DON FELDER betrat die Bühne und schwang sich die weiße „Eagles“-Gitarre über …


und lud uns alle ein zu einem Trip nach Kalifornien – in das „HOTEL CALIFRONIA“ – Gänsehautfeeling pur – sagenhafte Gitarrenparts – Klasse Orchesterbegleitung und diese Spitzen Stimme von Don, dieser Song alleine war das Eintrittsgeld wert und die Eagles waren zumindest in meinen Gedanken wieder da!


„Take it easy“ hieß dann auch nach einigen Klassikern der Eagles die Zugabe, bei der alle Künstler brav auf der Bühne erschienen und diesen Abend entsprechend beschwingt ausklingen ließen, so wie sich das auf einem „Classic“ Konzert mit Rockmusic gehört.


Ein Schlußsatz sei mir noch vergönnt: Ich war sehr überrascht, denn bei dieser Show war die Rockmusic ganz klar – und nicht nur lautstärketechnisch - im Vorteil und im Vordergrund. Sorgten doch eine regelrechte Batterie von Marshall Boxen auf der Bühne und Gitarristen für ein entsprechendes Klangerlebnis. Natürlich durfte das Orchester auch 2 (!) klassische Stücke zum Vortrag bringen – ohne Rockmusiker – aber so eine Dominanz der Rockmusic hatte ich an diesen Abend nicht erwartet – deshalb: 5 Sterne für dieses Rock meets Classic 2017!




WALTER TROUT

WALTER TROUT – 12. Mai live im in Aschaffenburg.
Und schon ist der Mai 2017 gekommen und ich beschloß, mal ganz ohne „Recording-Stress“ nach Lohr am Main zu fahren um ein bisschen das „Nützliche mit dem Angenehmen“ zu verbinden, warteten doch ein paar handgefertigte Studio-Möbel für das Nexus Studio in Lohr auf das Abholen. Ausserdem hatte sich der Hansi, ein sehr guter Drummer, bereit erklärt, einen neuen Song der SOUTHERN ROCK JUNKIES - „Southern Morning Blues“ mit seinen Schlagzeugkünsten zu versehen. Diesmal fuhr ich allerdings über Bayreuth/Bamberg und holte am Bahnhof den Klaus Dietrich


ab, um sich eine knappe Stunde später beim „Thomann“ so richtig auszutoben - in Sachen Gitarren, Bässe, Sounds etc.


Es ist schon ein mega-beeindruckendes Musik „Geschäft“ – ja mittlerweile ein Imperium. Erstaunlicherweise gewann eine schlicht an der Wand hängende „Fender Strat“ das Rennen - selbst gegen hochpreisige Fender Gitarren aus dem Lager – diese „sunburst“ Gitarre hatte einen einmaligen Sound und so kamen wir erst gegen Abend endlich in Lohr an.


Nachdem wir Tags darauf in Frankfurt und Aschaffenburg noch einigen Guitar-Shops unsere Aufwartung machten, passte es sehr gut, dass ich für den Freitag Abend im Colos Saal noch 2 Karten für den guten „alten“ WALTER TROUT dabei hatte – diesen Wahnsinns Blues Gitarristen hatte ich 1989 das erste mal live in meiner Heimatstadt in Weiden bei John Mayall Blues Breakers gesehen und war damals sofort begeistert von der intensiven Art seines Gitarrenspiels… (Folgende Fotos sind zum Teil von der Trout-Website und von Albrecht Schmidt):


WALTER TROUT kam mit dem Opener „Help me“ so richtig spielfreudig auf die Bühne des restlos ausverkauften Colos Saals und legte los das uns fast hören und sehen verging. Gut dass wir sehr früh da waren, hatten wir geniale Stehplätze in der 2. Reihe und standen so förmlich im Sound ! Und was spielte der Walter? – Richtig, eine Fender Strat! Walter hatte wieder seinen langjährigen Keyboard Spieler dabei, der mächtig mit seinem sagenhaften B3 Hammond–Leslie Sound einheitzte und breites Klangbett zauberte: Sammy Avila


Aber auch ein „Roadie“ der den Walter gesanglich hervorragend unterstützte, kam zum Einsatz:


Walter mit „Roadie“ ... Andrew Elt

Der junge Basser der „Trout“-Band: Johnny Griparic

- Ja der Walter Trout hat ja eine bewegende („Über“)- Lebensgeschichte hinter sich – nach einer erfolgreichen Lebertransplantation, seine Fans finanzierten die Operation in Nebraska, einem Gewichtsverlust von 60 kg, musste er Monate lang wieder alles von Grund auf lernen, selbst sein Gitarrenspiel war ihm abhanden gekommen – dafür übte er 1 Jahr - sechs Stunden am Tag!


Dies erzählte er während er den Blues direkt vor unseren Augen spielte ... zum Teil sehr bewegende Momente - und dass er Humor hat, dass beweist sein facebook Eintrag am „1. April 2017“ ->


Walter nahm das Publikum mit auf seine Reise durch die Hölle auf Erden, gefesselt am Krankenbett, den Tod vor Augen und doch ein Funken Hoffnung… er widmet dem großen B.B.King den Song: „Say goodbye to the Blues“ und erzählt dass er in seinen Texten und neuen Songs seine Leidensgeschichte verarbeiten konnte . Aber der Blues sagte zum Walter noch nicht „goodbye“ – der mittlerweile 66-jährige ist wieder fit und es grenzt an ein Wunder, dass er die Lebertransplantation so gut überstand! Viele seiner Stücke an diesem Abend handeln somit auch von seiner „zweiten Chance“, vom Kampf gegen die Krankheit, die unbändigen Willen weiterleben zu wollen und von tiefer Dankbarkeit.


Ein Highlight für mich war der Auftritt seines Sohnes James Christopher Trout im Blues Gitarren Duell – einfach fantastisch was da abging – beide warfen sich die Gitarrenläufe nur so zu und hatten sichtlich Spaß dabei – Walter freute sich sehr, dass sein Sohn ihn auf dieser Tour begleitete.

James Christopher Trout - mit Walter Trout im “Duell”


Aber auch der Drummer der Band - Michael Leasure – war nicht von der trauigen Fraktion:


Andrew Elt – der „Roadie“ - Walter Trout & Michael Leasure – Drummer seit 2002

„Now I Get The Feeling / Something´s Going Wrong / Can´t Help But Feelin´ / I Won´t Last Too Long“. Diese Songs waren wie immer Teil seiner Setlist. „Almost Gone“ vielleicht eines der Stücke, weil Walter Trout mit einer Klarheit und Überzeugungskraft auf sein Leben zurückblickte und seine Fehltritte der Vergangenheit (Koks + Alkohol) deutlich zu erkennen gab. Er wünschte sich, nochmal zurückgehen zu können um so manches ungeschehen zu machen, weil er weiß, dass er bald nicht mehr da sein wird. Als er „Please Take Me Home“ ankündigte und davon erzählte, wie sehr er sich damals im Krankenhaus gewünscht habe, seine Frau möge ihn mit nach Hause nehmen, dann ist das sowas von nachvollziehbar. Der Song, sagte er, sei ein stiller Hilferuf und eine Liebeserklärung an seine Ehefrau.


Nach gut 2 Stunden kam dann der Klassiker “ I’m going down, down down down…” Die Hitze in dem für mich überraschend kleinen aber feinen “Colos”-Saal stieg und stieg, Klaus und ich spürten den Blues und unsere Begeisterung war am Zenit. Es war wieder einmal eines dieser Concerte, bei denen man froh war, dabei gewesen zu sein – lebte dieser WALTER TROUT doch im wahrsten Sinne des Wortes seinen BLUES ……wieder!





DEEP PURPLE

Und schon stand der 2. Konzert-Besuch im Mai an, wieder mit einem Gitarristen der Southern Rock Junkies – diesmal war es der Mike!
DEEP PURPLE in München in der Oly-Halle -> 19.5.2017 – INFINITE?? – Abschied? - Nee oder!

Deep Purple haben ihre „Long Goodbye-Tour“ angekündigt und das war ein Pflichttermin und bester Anlass für einen weiteren Betriebsausflug der Southern Rock Junkies…


Dieser Freitag stand schon lange auf unser beiden Terminkalender und so konnte ich mit Dirk in Oberschleißheim ein „Meet & Greet“ verabreden, Marion kochte wieder deliziös auf und dieses Rundherum-Sorglos-Birthday-Paket ließ sich für Mike und mich entspannt und gemütlich an.

Ebenso ein „Meet & Greet“ feierte ein weiterer „Geburtstagler“ bereits am vergangenen Mittwoch – der Peter Brkusic hatte just an diesem Concert-Tag Geburtstag und hatte die „Deep Purple“ zu einer kleinen „Privat“-Feier eingeladen, Peter mailte mir dieses geniale Photo:


Deep Purple in Wien: Peter und die „alten Männer“

Ja der Peter kennt die Herrschaften persönlich und als enger Bekannter von Ginger Baker und dem 1. Deep Purple Bassisten Nick Simper hat Peter die entsprechenden „Connections“, aber wieder zurück nach good old Germany: Auf ein paar Schleichwegen fuhren wir von Oberschleißheim zum Oly-Park und waren bereits eine Stunde vor Beginn in der Halle, was uns die nötige Zeit verschaffte, in Ruhe die Merchandise -Stände zu begutachten um sich das eine oder andere T-Shirt zuzulegen. Und da war schon die erste große Bildschirmfotographie auf den drei riesigen Flat-Screens zu sehen, diesmal nicht in Stein sondern in Eis gehauen:


Die „Jungs“ von der "Mark VIII"- Besetzung Ian Paice (Schlagzeug), Ian Gillan (vocals), Roger Glover (Bass), Steve Morse (Gitarre) und Don Airey (Keyboards). Es wurde dunkel und es hieß „TIME FOR BEDLAM“ incl. einem etwas gewöhnungsbedürftigen Gold-Klitzer-Jackett von Ian Gillan:


Aber das ist spätestens bei „FIREBALL“ abgestreift und hemdsärmelig geht’s brachial hin zu den großen Krachern der Band : "Strange Kind Of Woman", "Lazy", "Perfect Strangers" "Space Truckin'" knallten in die neu renovierte Oly-Halle, immer wieder unterstützt von genialen Lichteffekten und und rasanten Video-Clips auf den Leinwänden anlässlich der „Goodbye Tour“


Von Wehmut war dennoch nichts zu spüren. Ganz im Gegenteil, Ian Gillan, mittlerweile 72 Jahre alt, war ganz nach Späßchen und vokalen Experimenten zu Mute -


und auch seine vier Mitstreiter hatten sichtlich Fun an diesem denkwürdigen Abend…


Das Erstaunliche dieser Abschieds-Sause war für mich aber die Zusammenstellung der Setlist. Diesmal fingen sie nicht mit „Highway Star“ an und anstatt ein ultimatives Best-Of der fast 50-jährigen Bandgeschichte zu bieten, präsentierten Gillan & Co. einen Mix aus neuen Songs, Album-Tracks der zweiten Reihe und – selbstverständlich – einige ihrer ikonenhaften Klassiker.


Ja Spaß hatten wir beide auch – hatten wir diesmal wieder ausgezeichnete Sichtverhältnisse und die Umbaumaßnahmen in der Oly-Halle trugen zur Soundverbesserung bei, der Hall hielt sich in Grenzen!


Mike & ROB

Gleich vier Titel ihres aktuellen Albums „inFinite“ drückten der ersten Konzerthälfte den Stempel auf. Obwohl das Publikum mit der frischen Kost wenig vertraut war, zündeten auch diese Titel, mir persönlich gefiel die Nummer „Johnny's Band“ und das hymnisch-düstere „Birds of Prey“ durchaus.


Einen schwereren Stand hatten da schon Songs wie das gemächliche „Bloodsucker“ das als wuchtige Rockoper angelegte „Uncommon Man“ und auch das mit Metal flirtende „Hell To Pay“, das ich bereits aus dem Nürnberg Concert 2015 kannte.


Nachdem mir Mike die abwechslungsreiche Dokumentation über die Entstehungsgeschichte des neuen DP Albums gezeigt hatte, war es nicht verwunderlich, dass Don Airey auch einen großen Anteil im Live Concert mit seinen diversen keyboards hatte und den Sound der neuen Songs wesentlich bestimmte. „Smoke on the Water“ – der Jahrhundert-Klassiker - durfte natürlich nicht fehlen und leitete die Zugaben der ca. 100 Minuten dauernden Show ein:


Bei „Highway Star“ und “Hush“ ging die Post ab und bei dem 7 minutigen „Black Night“ incl. ausgedehntester Soli aller war die Band dann schließlich da angelangt, wo sie seit knapp einem halben Jahrhundert residiert: auf dem Thron des Hard-Rock.


Ob dies wirklich die letzte Tour/Show war – ich glaub es nicht so ganz – wir möchten alle nicht so ganz glauben! Deep Purple ist eine Institution in Sachen „Hardrock vom Feinsten“ weshalb keiner der Fans in der fast ausverkauften Oly-Halle ungeduldig nach "Smoke on the Water" rief , sondern jeder Song war zum Genießen, als wär's tatsächlich das letzte Mal.


Immerhin: eine Welttournee, die, wie Schlagzeuger Ian Paice im Interview mit der Süddeutschen Zeitung sagte, „könnte bis zu drei Jahre dauern “ – dass lässt schon mal hoffen.


Das einzige, was Ian Gillan dazu in der Oly-Halle in München dann doch etwas wehmütig sagte war: "Take it easy!" - Und damit entließ er die knapp 10 Tausend begeisterten Fans in die Kühle des Nachthimmels!

*